Freitag, 23. Februar 2018
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Rettungstaucher bei der Wasserwacht: Ausbildung und Aufgaben
Die Ausbildung zum Rettungstaucher in der Wasserwacht dauert ca. 20 Monate. Man kann ab 16 Jahren damit beginnen, allerdings erst ab 18 an einem Einsatz teilnehmen. Die Voraussetzungen für die Ausbildung sind der Erste Hilfe Kurs und der Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs, der Sanitätskurs Teil A und B, der Wasserretter (Sanitätskurs Teil C) und das deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Ebenso muss man eine Tauchtauglichkeitsprüfung beim Arzt ablegen. Da die Rettungstaucherausbildung lange dauert und viel Ausrüstung erfordert, zählt selbstverständlich auch das Engagement in der Ortsgruppe.
 
Die Ausbildungsinhalte sind unter anderem Tauchmedizin mit Unfällen und Maßnahmen, Physik, Gesetzmäßigkeiten und Gerätekunde für z. B. das Atemgerät und den Druckluftkompressor. Zu Beginn der Ausbildung werden die Tauchgänge im Schwimmbad gemacht, normalerweise sind das ca. 10 Stunden. Anschließend erhält man den niedrigsten Sporttauchschein. Das Strömungs- und Eistauchen folgt danach.
 
 In der praktischen Prüfung wird das Tauchen nach Leinenzeichen geprüft, ein Gegenstand muss mit dem Kompass gesucht und ein 15 kg schwerer Dummy aus 8-10 Metern Tiefe ohne Tauchgerät geborgen werden. Desweiteren muss der Taucher eine Scheibe von einem 10 cm starken Holzbalken absägen und eine Paniksituation meistern. Hierbei entfernt der Prüfer z. B. den Bleigurt oder die Brille, um das Verhalten des Tauchers in einer Extremsituation beurteilen zu können.
 
Die Ausrüstung des Rettungstauchers erfordert eine sorgfältige Handhabung. Hierzu gehört ein Neoprenanzug, ein Bleigurt und ein Tarierjacket, womit man die Höhe halten kann, eine Tauchflasche und das Atemgerät, der sogenannte Oktopus und Finimeter (Druckluftmanometer). Aber auch Tiefenmesser und Kompass, Tauchmesser, Tauchlampe und Ersatzlampe, Tauchleine, Tauchbrille, Schnorchel und Flossen dürfen nicht fehlen. Bei einer maximalen Tauchzeit von 30-60 Minuten ergibt sich für gewöhnlich ein Zeitaufwand von 4-5 Stunden, da man sich gut vorbereiten muss, und anschließend die Ausrüstung gewaschen und wieder einsatzbereit gemacht wird.
 
Zu den Aufgaben des Tauchers in der Wasserwacht gehört die Suche in Flüssen, Seen und anderen Gewässern. Hierbei kann es sich um eine Personen- oder Sachbergung handeln. Wenn eine Person nicht mehr rechtzeitig gefunden werden kann, müssen die Taucher zu einer Leichenbergung ausrücken.
 
Jährlich findet eine Tauchfortbildung statt, an der jeder Rettungstaucher teilnehmen muss. Über das Jahr verteilt sind mindestens 10 Übungstauchgänge sowie das erneute Bestehen des Rettungsschwimmabzeichens und des Herz-Lungen-Wiederbelebungskurses Pflicht. Um gesundheitliche Risiken auszuschließen, muss man jährlich zur „G31-Untersuchung“. Erst danach wird eine Tauchscheinverlängerung über ein Jahr ausgestellt.
 
Trotz der langen und schwierigen Ausbildung und der manchmal unangenehmen Aufgaben überwiegt meistens die Faszination und der Spaß am Tauchen, ebenso wie die Freude am Helfen.
Rettungstaucher Ausrüstung und Einsatz

Ausrüstung 
Taucher 
Taucher 
Wir machen Dienst
Sommer: Samstag 13:00 - 18:00
(Badebetrieb) Sonn- und Feiertage 10:00 - 18:00
Winter: Samstag 13:00 - 17:00
(Eisrettung) Sonn- und Feiertage 13:00 - 17:00